Ein kurzer Bericht über nichts und doch so viel... Mein Messerückblick zur FBM und BuCon 2017

19.10.2017

 

 

 

Wie fängt man einen Bericht über etwas Überwältigendes an, wenn man noch immer platt davon ist? Seit Tagen drücke ich mich davor, das alles in Worte zu fassen, da es kaum möglich ist. Aber nun wage ich mich ran, voller Mut und Zuversicht. Naja nach dem Kaffee vielleicht... ;-) 

Die Fakten: Dieses Jahr bin ich bereits am Mittwoch zur FBM angereist und hatte eine Wohnung über AirBnB in Offenbach bis Sonntag. Am Samstag war ich auf dem Buchmesse Convent (BuCon) in Dreieich, die anderen Tage auf der FBM. Außerdem war ich noch am Samstag bei der Drachennacht, dazu später mehr. Ich versuche mich einigermaßen chronologisch hindurchzuhangeln und hoffe, ich kann euch ein bisschen mitnehmen auf meiner Reise durch die Zeit, zurück zur FBM *seufz*. 

 

Mittwoch 

 

Nachdem ich morgens irgendwie noch mit meinen Social Media Accounts beschäftigt war, anstatt einfach loszufahren, stand ich dann auch noch im Stau. Gegen 10:30 kam ich mit Umweg über das Rebstockparkhaus endlich mit dem Shuttlebus auf der Messe an. Ich bin dann aber noch nicht reingegangen, sondern ins Einkaufszentrum "Skyline Plaza" nebenan, wo ich mich direkt mit zwei Litamp Bekanntschaften und einem weiteren Blogger zum Frühstück getroffen habe. Frisch gestärkt ging es in die Hallen, eigentlich wollte ich am Mittwoch viele der Stände ansehen und in Ruhe schlendern. Dann traf ich Bianca von Literatouristin. Irgendwie - fragt mich nicht wie - sind wir an diversen Weinproben in der Gourmet Gallery hängen geblieben. Mein Mittwoch war also nicht so buchreich, dafür Menschenreich und einfach wundervoll, wir haben so viel gelacht und Spaß gehabt. Auch nachher, wo uns Jessica vom Hädecke Verlag zur Veranstaltung "Wein und Schokolade" eingeladen hatte. Wer kann da schon widerstehen? Und nein, ich habe nicht viel getrunken, denn ich musste ja am Abend noch fahren - lustig war es trotzdem, dazu brauchen wir keinen Alkohol :-) 
Das sieht man zum Beispiel an dem Foto, das im ARD Forum entstanden ist, mit Papilonia und Alexandra Bauer, die ich wiedersehen durfte. 

Donnerstag 

Der Donnerstag war geprägt von ganz vielen Begegnungen, mit Autorinnen und Autoren, anderen Bloggern und Verlagen. Ich hatte so einige Termine auf dem Schirm, von denen ich am Ende tatsächlich kaum einen wahrgenommen habe, weil mir die Menschen wichtiger waren. Den Tag habe ich genutzt, um mir die Verlagsstände anzusehen und auch mal außerhalb von Halle 3 unterwegs zu sein. 

 

Freitag 

 

Irgendwie hatte ich am Freitag Morgen schon den ersten Messekater. Kennt ihr das? Das Gefühl, wenn die Füße wehtun, man müde ist, weil man zu wenig Schlaf bekommt und irgendwie alles so viel scheint. Aber gleichzeitig war ich hochmotiviert und habe mich so gefreut, da zu sein. Nach dem dritten Kaffee war das dann auch körperlich wieder spürbar - wir sind ja hart im Nehmen. Ich hatte zusätzlich an dem Tag echt viele Termine, unter Anderem die Veranstaltung "Blogger Future Place" von Mainwunder, aber auch ein Meet & Greet mit Rached Kaiser vom Kaiser Verlag, der uns in kleiner Runde sein Buch "Couchsurfen das Experiment - wirklich ein bequemes Sofa?!" vorgestellt hat. Ein sehr sympathischer und irgendwie abgedrehter Mensch - ich mochte ihn, ihr kennt mich ;-) 

Freitagabend war ich dann noch mit zwei Freundinnen schön essen, mit Franzy von Madame Buchfein und I. Reen Bow - einfach ein toller Abschluss für einen langen Messetag. 

Samstag 

 

Am Samstag früh fuhr ich erstmal wieder gen Messe, aber nicht, um auf die Messe zu gehen. Vielmehr um meine Blogger-Mädels zum Frühstück im Skyline Plaza zu treffen, wo wir einen tollen Tagesauftakt inklusive Papageienrettung hatten (fragt nicht!) 

Danach bin ich dann abgerauscht nach Dreieich zum BuCon, dem Buchmesse-Convent. Ich war zum ersten Mal dort und echt begeistert. Die familiäre Atmosphäre, die vielen Kleinverlage und die wahnsinnig sympathischen Autoren, die man dort einfach mal anquatschen und drücken darf... ein krasser Gegensatz zur FBM, aber eine tolle Abwechslung, das werde ich nächstes Jahr definitiv wieder tun. 

 

Abends ging es dann zur Drachennacht. Nachdem ich schon zu spät dran war, dann auch noch in die falsche Bahn eingestiegen bin und viel zu spät kam, war ich irgendwie ziemlich müde und geschafft. Die Drachennacht bestand hauptsächlich aus Lesungen und kleineren Showeinlagen, alle saßen im großen Saal versammelt wie in einem Theater und haben gelauscht. Für mich war das nach vier Tagen Messe einfach nicht das Richtige, weshalb ich mich schnell nach draußen auf die Treppe verzog, wo ich ein paar Gleichgesinnte Autoren und Blogger traf, mit denen ich mich bestens unterhalten habe. Die Pausen, um sich mit anderen zu unterhalten, waren mir persönlich zu kurz und der ganze Spaß endete dank heller Beleuchtung, die auch bei der späteren Musik um 23:30 nicht gedimmt wurde, sehr schnell. Irgendwie scheint auch nach Leipzig diese Art von Veranstaltung nicht zu mir zu passen und so habe ich für mich beschlossen, in Zukunft nicht mehr zur Drachennacht zu gehen, solange das Konzept nicht komplett ein anderes wird. 

 

Sonntag 

 

Messe-Sonntage werden meiner Meinung nach massiv unterschätzt. Auch wenn morgens noch sehr viel los ist, so finden sich am Nachmittag doch noch viele Gelegenheiten, wenn es ruhiger wird mit tollen Menschen in Kontakt zu kommen. Ja selbst Verlagsmitarbeiter sind mir freudig entgegengekommen, um ein Pläuschchen abseits ihrer Termine der letzten Tage zu halten. Das hat mir großen Spaß gemacht. Natürlich ist das Tolle, dass man am Sonntag auch Bücher kaufen darf - ich habe zugegriffen, wie ihr den Bildern auch entnehmen könnt (wobei da auch viele von der BuCon dabei sind, da hatte ich mehr Zeit und Ruhe zum Shoppen :-D ) 

 

Fazit 

 

Was ich nicht ausblenden will ist, dass diese Messe nicht für alle Teilnehmer eine schöne war. Die rechtsradikalen Ausschreitungen am Samstag, die ich zum Glück nicht mitbekommen habe, aber auch Dinge wie schlecht bzw. überhaupt nicht organisierte Signierstunden haben vielen die Messe vermiest. Da ich kein Signierstunden-Typ bin, ist auch dieses Los an mir vorbeigezogen. Ich für meinen Teil habe die Gemeinschaft und die Festival-Stimmung einfach total genossen und bin jetzt im Buchmesse-Blues angekommen, den ich bereits mit einer Hotelbuchung fürs nächste Jahr bekämpft habe. Seufzend blicke ich zurück, kann mich aber jetzt schon ein bisschen wieder freuen, weil ich im November zur LitLove bei der Randomhouse Verlagsgruppe gehe und dort wieder mein buchiges Unwesen treiben werde :-) 

 

 

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