Buchemotion zu "Kalli Wermaus und das goldene Kalb" von Irene Li Krauß

10.12.2017

Als ich zum ersten Mal von Kalli Wermaus hörte, ging es mir, wie es euch vermutlich nun auch geht. Kalli WAS??? :-D Ja, Kalli ist ein Junge, der wie ein Werwolf ist. Das heißt, in Vollmondnächten, verwandelt er sich. Nur nicht in einen Wolf, sondern in eine Maus. Ihr meint, das ist total unscheinbar und nicht gefährlich? Na da täuscht ihr euch aber gewaltig. Aber von vorne… 

 

Zum Inhalt

Kalli ist ein ganz normaler Junge. Er lebt mit seinen Eltern auf einem Bauernhof im Allgäu in Süddeutschland. Seine Schwester Luisa nervt manchmal, aber an sich ist sie okay. Außerdem lebt die Großmutter noch mit auf dem Hof. Und die weiß so allerlei Geschichten zu erzählen, von bösen Geistern und dem wilden Kampf zwischen Gut und Böse, der tobt und doch von den Menschen unbemerkt bleibt. Doch Kalli ahnt nicht, dass genau er derjenige ist, der schon bald Hals über Kopf in genau diesem großen Kampf landet, der seinen Mut auf eine große Probe stellt. Denn eines Nachts beißt ihn eine Maus. Von nun an verwandelt er sich in jeder Vollmondnacht in eine Maus und kann mit den Tieren sprechen. Was die ihm erzählen, lässt ihn alleine vor einer Entscheidung stehen: Soll er weitermachen, wie bisher, oder soll er in die Welt hinausgehen und das Böse bekämpfen? 

 

Meine Meinung 

Ich LIEBE die Idee hinter dem Buch. Ein einfacher Junge vom Land wird zum Helden. Aber nein, er wird eben NICHT zum Helden. er wird zur Maus, scheinbar klein und unbedeutend und doch so wichtig für den Fortbestand der Welt. Ich mag es sehr, dass Kalli nie übermütig wird oder zu ängstlich, hier wurde ein gutes Maß getroffen, das wohl auf einen „normalen“ Jungen zutreffen kann und nicht überheblich wirkt. Und doch ist der Fantasy-Anteil gelungen, denn unbestritten gibt es einiges an Magie in diesem Buch. 

Was mir nicht so gut gefiel war, dass es ein paar wenige Szenen gab, die langatmig wirkten und mich aus dem roten Faden rissen. Gerade für mich, die ich oftmals nur abends Zeit habe, zu lesen, und da nur solange, bis mir die Augen zufallen, war das störend. Dazu muss ich sagen, dass jede dieser Szenen liebevoll und lustig geschrieben ist, es ging mir dann aber doch manchmal zu langsam, ich mag eher die schnelleren Bücher. Vielleicht liegt das an der Zielgruppe „Kind“? Ich kann es nicht sagen, da ich noch nicht viel Erfahrung in Kinderliteratur habe, aber kann es mir vorstellen. Es gibt jedoch genügend spannende und schnellere Szenen, die es dann am Ende wieder für mich herausgerissen haben und mich sehr gut unterhielten. Der Schreibstil ist einfach mit einem Hauch altertümlicher Sprache, die aber zum Stil der Legenden sehr gut passt und sich prima in die Geschichte einfügt. Ich mochte das in diesem Zusammenhang sehr gerne.

 

 

Mein Fazit

Kalli Wermaus und das goldene Kalb hat mich sehr gut unterhalten. Mit leichten Schwächen in der Handlungsdichte im Text, aber einer liebevollen Idee und Umsetzung kann ich das Buch von Herzen weiterempfehlen für alle, die bereit sind, sich auf die Kleinen Dinge des Lebens einzulassen, die am Ende eben doch manchmal die Größten sind. Von mir gibt es 🍀🍀🍀🍀 (vier von fünf Kleeblättern). 

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