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Buchemotion zu „Die Braut von Bärenfels“ von I.L. Krauß

24.6.2018

Hey zusammen, es ist still geworden die letzte Zeit, was vor Allem daran liegt, dass jetzt im Sommer so viel los ist an den Wochenenden und ich somit die Zeit, die ich zum Tippen habe, gerne für mein Romanprojekt nutze. Doch heute nehme ich mir Zeit, weil ich die Leseerfahrung aus diesem Buch unbedingt mit euch teilen möchte. 

Ritter, Burgen, die große Liebe und eine Protagonistin, die den Konventionen trotzt

 

Ich liebe ja schonmal dieses Cover, orange ist so eine wundervolle Farbe! (Auch wenn es nicht zu meinem Blogdesign passt und ich aus Augenkrebs-Verhinderungs-Gründen meine pinken Kleckse diesmal von den Bildern weg lasse :D, Bloggerproblems) 

 

Zum Inhalt

 

Agnes ist 17 und Tochter eines Ritters. Sie lebt 1365 auf Burg Bärenfels im Südschwarzwald. Bei einem Turnier lernt sie Graf Hans von Spelin kennen und verliebt sich in ihn. Ihre Liebe wird erwidert, die Eltern stimmen der Hochzeit zu. Als die Ritter zum Kreuzzug nach Alexandria gerufen werden, ist sie am Boden zerstört, denn die Hochzeit muss verschoben werden. Und dann taucht auch noch ein Ekelpaket von einem Ritter auf, der schlechte Nachrichten von der Front bringt und Agnes an ihre Grenzen bringt, denn sie soll ihn heiraten... 

 

"Als Kinder sind wir ganz nach unserem Naturell, die einen wild, die anderen ruhig, die einen fröhlich, die anderen schwermütig. Gott pflanzt uns seine Ideen in die Herzen, ob sie keimen und aufgehen, liegt an uns, ob wir es zulassen."

Zitat S. 69/70

 

Meine Meinung ​​

 

Mir war Agnes von Anfang an sehr sympathisch, sie ist etwas rebellisch, aber doch reflektiert und entwickelt sich über die 400 Seiten des Romans zu einer gestandenen Frau, die für ihre Unabhängigkeit einsteht und um ihr Glück kämpft. Die Ausarbeitung einiger Nebencharaktere hat mir auch sehr gut gefallen. Einer davon hat mich so sehr mitgerissen, dass ich der Autorin nachher schrieb, sie möge ihm doch bitte eine eigene Geschichte verpassen. Aus Spoilergefahr verrate ich euch aber nicht, wer das war ;-) 

 

Inhaltlich fand ich es super, dass das Frauenbild im Mittelalter sehr realistisch gezeichnet wurde. Frauen waren damals keine unterdrückte Dekoration, sondern angesehene Herrinnen über Haus und Hof. Agnes und ihre Mutter geben dieses Bild hervorragend wieder, ebenso wie die Folgen eines Wechsels der Herrschaft über das Anwesen, die auch die Rolle der Frauen verändert. ​​

 

Der Schreibstil ist liebevoll bildhaft und doch eher einfach, ich empfand ihn als sehr passend für eine historische Geschichte um eine Siebzehnjährige und kann daher auch Jugendlichen diesen Roman sehr ans Herz legen. Die einzelnen Szenen haben sich mit Bildern in meinem Kopf verhakt und es fiel mir leicht, am Ball zu bleiben. Unterstrichen wurde das durch die Illustrationen zu Beginn jedes Kapitels, die von der Autorin selbst stammen und auch im eBook eingebunden sind. 

Ab Start des Kreuzzuges gibt es zwischendurch immer wieder Kapitel, die das Geschehen an der Front beschreiben. Diese haben mir persönlich weniger gut gefallen. Ich bin nicht so interessiert an Kriegsgeschehen und sie waren im Vergleich zu den Kapiteln, die sich mit Agnes befassen, sehr wenig emotional gehalten, sondern eher sachlich und fast nüchtern. Das halte ich jedoch für eine reine Geschmackssache und es hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan, da es sich um eher kurze Kapitel handelte. 

 

Besonders überzeugt hat mich gegen Ende dann der Spannungsbogen der Geschichte, als ich mit der Nase auf den Seiten klebte, um den Worten das Geheimnis zu entlocken, wie sich das Ganze denn nun ausgehen würde. Die Auflösung hat mich überrascht, auch wenn ich Teile davon erahnt hatte, war sie dennoch nicht so, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ein kleines Geheimnis des Buches wird am Ende nicht aufgeklärt – das mag den einen oder anderen stören, ich fand es toll, da jeder in seiner Fantasie sein eigenes Bild davon zeichnen kann, ob dies nun realistisch sei, oder nicht. Das Geheimnis sprengt jedenfalls auch ein wenig die Genregrenzen, ähnlich einer Cecelia Ahern, ich liebe solche Details! 

​Was ich außerdem bemerkenswert finde, ist die Tatsache, dass der Roman im Schwarzwald spielt, da ich selbst in Baden-Württemberg lebe. Wo genau die Burgruine Bärenfels steht und wie ihr auf den Spuren von Agnes die wundervolle Landschaft entdecken könnt, das könnt ihr im Blogbeitrag zur Blogtour nachlesen. 

 

"Wahrheit entsteht aus dem Empfinden des Einzelnen, aus seinen Erlebnissen, aus seinen Erfahrungen. Des einen Wahrheit muss nicht die des Nächsten sein."

Zitat S. 53 

 

 

 

Mein Fazit 

 

„Die Braut von Bärenfels“ habe ich trotz Vollzeitjob innerhalb weniger Tage verschlungen, da mich das Buch mit bildhaftem Schreibstil, einer spannenden Geschichte und einer mir sehr sympathischen Protagonistin überzeugen konnte. Wenn ich einen Wunsch für das Buch hätte, dann nur eine weitere Geschichte über meine liebste Nebenfigur. Von mir gibt es volle 🍀🍀🍀🍀🍀 (5 von 5 Kleeblätter) für das Buch. 

 

 

"Die Braut von Bärenfels", I.L. Krauß, Taschenbuch: 408 Seiten, 17,00€, eBook 3,99€, ISBN-10: 3958189652

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